Tragen Sie sich für unseren Musikschul Mail Newsletter ein und Sie werden automatisch über unsere Aktivitäten, Neuigkeiten und Konzerte auf dem Laufenden gehalten.

Die Streichinstrumente werden mit einem Bogen gestrichen. Sie besitzen einen länglichen Resonanzkasten, an dem sich ein Hals mit Griffbrett für mehrere darüber gespannte Saiten befindet. Von den früher zahlreichen Typen dieser Gattung haben sich nur noch die Violine, die Viola, das Violoncello und der Kontrabass erhalten. Die Streichinstrumente bilden einen sehr wichtigen Teil des Symphonie- und Opernorchesters. Ebenso spielen sie eine bedeutende Rolle in der Kammer- und Hausmusik. Zur Aufführung älterer Musik werden auch noch historische Instrumente wie Fidel und Gambe benutzt.
Violine oder Geige nennt man heute das kleinste gebräuchliche Streichinstrument mit den Saiten g — d' - a' - e".
Der Name Violine, italienisch violino, bedeutet eigentlich „kleine Viola", darum gehören auch Violine, Viola und Violoncello zu einer Instrumentenfamilie. Das deutsche Wort Geige umfasste im Mittelalter alle Saiteninstrumente, die mit dem Bogen gestrichen wurden.
Violinen werden von Geigenbauern hergestellt. Sie verwenden dazu verschiedene Hölzer.
Der Korpus (Körper) wird durch die gewölbte Fichtenholzdecke, den gewölbten Ahornboden und den verbindenden Zargenkranz gebildet. In die Decke sind links und rechts zwei Schalllöcher in f-Form eingeschnitten, die für den Klang von Bedeutung sind. Der Hals trägt auf der Oberseite das Griffbrett aus Ebenholz. Den Abschluss des Halses bilden Wirbelkasten und Schnecke.
Zwischen den f-Löchern ist der Steg aufgestellt, der allein durch den Saitendruck festgehalten wird. Unter dem Steg im Geigenkörper gibt es einen runden Fichtenholzstab, der dort eingeklemmt Boden und Decke verbindet, Schwingungen überträgt und die Saitenspannung auffängt. Dieses unscheinbare Hölzchen ist so bedeutend für den Klang der Violine, dass man es als Stimme oder sogar als Seele bezeichnet.
Die 4 Saiten, ursprünglich Darmsaiten, wurden mehr und mehr von Stahlsaiten ersetzt. Der Bogen ist aus besonders elastischem Rotholz oder Brasilholz, bespannt mit 180 — 250 Pferdehaaren. Durch das Drehen einer Schraube wird der Bogen gespannt
und wieder entspannt.
Man kann die Violine ein Kind Italiens nennen, denn es sind vor allen anderen die italienischen Geigenbauer Amati, Guarneri und Stradivari gewesen, die der Violine die Form, Schönheit und Fülle des Klanges gaben. Daneben gab und gibt es natürlich auch andere anerkannte Geigenhersteller, denn welcher normale Mensch könnte sich auch eine historische italienische Geige leisten? Ein bedeutender Geigenhersteller in Deutschland ist die Familie Klotz in Mittenwald.
Auch gibt es immer wieder Versuche, Instrumente gleichen Wohlklanges preisgünstiger nachzubauen, beispielsweise auch aus Kunststoffen. Diese Produkte werden aber von Musikern meist als „Fiedeln" abgetan und bisher kaum akzeptiert.
Das Violinspiel kann man bereits im frühen Kindesalter erlernen. Für das kleine, heranwachsende Kind gibt es angepasste Instrumente, sogenannte 3/4-, 1/2-, 1/4- und 1/8-Geigen. Und natürlich gibt es eine Vielzahl von Violinschulen. Eine der ersten bedeutenden war die von Mozarts Vater: Leopold Mozarts Versuch einer gründlichen Violinschule von 1756.
Die Violine spielte zu allen Zeiten ihrer Geschichte eine wichtige Rolle in der traditionellen Musik vieler europäischer Länder, in Tanzmusik, Kammer — und Orchestermusik.
Im Orchester gibt es seit der Barockzeit zwei verschiedene Violinstimmen, die jeweils eine Gruppe bilden; in einer groß besetzten Sinfonie spielen meist 16 Erste und 14 Zweite Geigen. Ganz vorn in der ersten Geigengruppe sitzt der Konzertmeister, der manchmal ein Solo zu spielen hat und eine besondere Verantwortung für das ganze Orchester trägt.
Auch in der neueren Unterhaltungsmusik spielt die Violine eine Rolle bis hin zu sogenannten Crossover-Projekten vieler moderner Geiger.
Quellen:
— Wikipedia
— Horst Seeger, Musiklexikon in 2 Bd.
Die Bratsche oder Viola ist gewissermaßen die größere Schwester der Geige.
In Bau und Form zwar ähnlich, hat sie einen größeren Korpus, einen größeren und etwas schwereren Bogen und ihre Saiten sind c — g — d'- a' , also ist ihre tiefste Saite eine Quinte tiefer als die der Geige. Der Klang der Bratsche ist voll und dunkel. Da für die Notierung der Violinschlüssel nicht ausreicht, müssen Bratschenspieler zusätzlich noch den C- oder Altschlüssel erlernen.
Im Orchester bildet die Bratsche die klangliche Brücke zwischen Geigen und Celli. In einer groß besetzten Sinfonie spielen meist 12 Bratschen.
Ebenfalls unentbehrlich ist die Bratsche in der Kammermusik, in Streichtrios, -quartetten und -quintetten.
Komponisten von Telemann bis Bartók schrieben Solokonzerte für die Bratsche, und berühmte Musiker wie David Oistrach spielten neben der Violine auch die Bratsche meisterhaft.
Violoncello (Cello)
Text folgt..
Der Kontrabass, das Bassinstrument der Streichinstrumenten-Familie, unterscheidet sich im Bau sehr von der Violine, Bratsche und Violoncello, weil er sich nicht aus der Familie der Violininstrumente entwickelt hat, sondern aus dem alten Bassinstrument der Gambenfamilie, aber unter Angleichung an die Violin-Familie. Von der Gambe hat er den spitz zulaufenden schmalen Oberbügel ("flache Schultern"), den kurzen Hals und die breiten Zargen. Die Violinfamilie gab ihm die F-Löcher am Schallkasten, die geringere Saitenzahl und den weniger flachen Steg.
Das etwa 2 m große Instrument wird mit einem kurzen Dorn auf den Boden gestellt. Üblich sind vier Saiten, im Orchester auch fünf Saiten.
Wegen der größeren Dimensionen sind die Griffe schwieriger und die Beweglichkeit geringer als auf den übrigen Streichinstrumenten, auch die Strichtechnik ist verschieden.
Neben dem Einsatz im Orchester und in Streicherbesetzungen ist der Kontrabass in der modernen Musik ein sehr wichtiges Instrument geworden. In Jazz, Folk oder Rock´n Roll übernimmt er als Zupf- oder Schlagbass eine rhythmische und melodische Funktion.
Aufgrund der Größe eignet sich das normale Instrument erst für Jugendliche ab 13 Jahren. Bei den seltenen kleinen Bauformen kann auch früher mit dem Spiel begonnen werden. Viele Spieler steigen vom Cello oder vom E-Bass auf den Kontrabass um. Da der elektrische Bass in genau der gleichen Saitenstimmung gespielt wird, liegt dieser Weg nahe.
Leihinstrument: vorhanden in 3/4 Größe
Anschaffungskosten: ca 1500€ für ein einfaches Instrument
Unterrichtsorte: Wildeshausen, Ganderkesee
Lehrkraft: Thomas Milowski
