Tragen Sie sich für unseren Musikschul Mail Newsletter ein und Sie werden automatisch über unsere Aktivitäten, Neuigkeiten und Konzerte auf dem Laufenden gehalten.

Die Tasteninstrumente haben im Laufe der Jahrhunderte eine rasante Entwicklung durchgemacht, die bis zum heutigen Tag nicht abgeschlossen ist. Dabei gibt es vier Arten von Tasteninstrumenten, die sich in ihrer Funktion grundsätzlich untersscheiden.
Instrumente mit Saiten: Hier wird der Ton durch Saiten erzeugt, die durch eine mechanische Einrichtung, die von der Taste angetrieben wird, zum Schwingen gebracht werden. Beim Cembalo wird die Saite angerissen, was einen hellen, scharfen Ton ergibt. Ebenso funktioniert das Spinett. Beim Klavier wird die Saite durch einen Filzhammer angeschlagen. Der Flügel als besondere Bauform des Klaviers funktioniert ganz ähnlich.
Orgel: Hier wird der Ton überwiegend durch Pfeifen erzeugt, die mit Druckluft angeblasen werden. Die Taste gibt durch einen Mechanismus die Luftzufuhr für die Pfeife frei. Die Druckluft wird durch ein elektrisches Gebläse erzeugt.
Akkordeon: Hier wird der Ton durch Metallzungen erzeugt, die durch Druckluft angeblasen werden. Auch hier wird über Tasten der Weg der Luft zu den tonerzeugenden Metallzungen freigegeben. Die Druckluft wird durch den Balg erzeugt, der vom Spieler betätigt wird.
Elektronische und elektromechanische Instrumente: Elektronische Orgeln, >Digitalpianos, Synthesizer, >Keyboards … Hier ist die Vielfalt groß und es findet immer noch eine stetige Fortentwicklung statt.
Die Musikschule bietet Unterricht an für >Klavier, >Keyboard, >Akkordeon und >(Pfeifen-) Orgel.
Das Klavier ist nach wie vor das beliebteste Instrument an Musikschulen überhaupt. Das hat sicher viel mit den sehr vielfältigen Einsatzmöglichkeiten zu tun, vor allem damit, dass man mit dem Klavier vollklingend allein spielen kann. Es findet aber auch vielfältigen Einsatz als Begleitinstrument, in der Kammermusik und in allen Arten von Bands. Es gibt unendlich viel Musik für Klavier, es wird eingesetzt vom Barock bis zu Rock. Eine gute Basis im Klavierspielen öffnet auch den Weg zu Keyboards und Synthesizern, wenn man an Pop- und Rockmusik interessiert ist.
Die Tonerzeugung ist bem Klavier zunächst einfach - man muss nur die Taste betätigen, und der Ton klingt. Schwierigkeiten ergeben sich, weil eben doch immer mehrere Tasten gleichzeitig zu bedienen sind und oft sogar mehrere Melodien gleichzeitig zu spielen. Das erfordert einige Konzentration und Übung.
Probleme kann auch die recht teure Anschaffung des Insruments und seine Aufstellung machen. Auch treten Wartungskosten auf, das Klavier muss ein oder zweimal im Jahr gestimmt werden (ca. 60.- bis 100.- €). Eine bedingte Alternative ergibt sich durch die Benutzung eines >Digitalpianos.
Leihinstrument: nicht vorhanden
Anschaffungskosten: neue Instrumente ab ca. 2.000.- bis 50.000.- für einen großen Konzertflügel
Unterrichtsorte: Ganderkesee, Hude, Harpstedt, Kirchhatten, Sandkrug, Wardenburg, Ahlhorn, Wildeshausen
Lehrkräfte: Ichiro Asanuma, Kerstin Bosse, Rafael Jung, Fred Molde, Ina Oetting, Geraldine Pfeifer, Angelika Scholl, Hedwig Stahl, Karen Strauß, Jolanta Varga
Einstiegsalter: ab 6 Jahre, nach der musikalischen Früherziehung, späterer Einstieg bis zum Erwachsenen möglich.
Unterrichtsformen:
Für Anfänger empfehlen wie 2er Gruppen, bei Fortschritt dann Einzelunterricht.
Hier wird der Klang eines echten Klaviers digital aufgezeichnet. Dabei wird jeder Ton in verschiedenen Lautstärken aufgenommen. Beim Betätigen einer Taste wird dann der entsprechende Ton „abgespielt“. Aufgrund der weit fortgeschrittenen Technologie kommt man dabei inzwischen zu sehr guten klanglichen Ergebnissen. Die Tastaturen werden denen echter Klaviere weitgehend nachempfunden. Bei guten Digitalpianos finden sich im Inneren durch die Tasten angetriebene Hämmer wie bei einem echten Klavier, um auch das Spielgefühl dem eines echten Klavieres so weit wie möglich nachzubilden.
Beim Kauf eines Digitalpianos sollte das Spielgefühl auf der Tastatur den wesentlichen Ausschlag für die Kaufentscheidung geben, dann der Klang. Recht passable Digitalpianos gibt es ab etwa 1.000.- €.
Gegenüber einem „echten“ Klavier sind Digitalklaviere immer gut gestimmt – es treten also keine Wartungskosten auf. Man kann sie leise einstellen, was gelegentlich für eine gutes Verhältnis zu den Nachbarn notwendig sein kann. Aufgrund des geringeren Gewichtes - 50 bis 70 kg gegenüber 150 bis 200 bei einem echten Klavier – sind sie leichter zu bewegen. Ein altes Märchen ist, dass sie weniger Platz benötigten. Aufgrund der gleich breiten Tastatur ist die Breite mehr oder minder die gleich wie bei einem echten Klavier, in der Tiefe können wohl 20 cm gespart werden. Die Bauhöhe ist für den Platzbedarf wohl eher egal.
Ein Digitalpiano kann heute eine Alternative zu echten Klavier sein. Jedenfalls ist ein gutes Digitalpiano einem alten, schlechten und verstimmten Klavier vorzuziehen. Fortgeschrittenen SchülerInnen benötigen allerdings ein echtes Klavier. Zum Schluss: Das Gefühl, an einem guten Klavier oder gar Flügel zu sitzen, ist letzlich durch nichts zu ersetzen !
Das Akkordeon wird oft unterschätzt. Genau wie das Klavier ist es ein Instrument, mit dem man gut allein und trotzdem mit vollem Klang musizieren kann. Gegenüber dem Klavier bietet es den Vorteil, dass man es mit sich führen kann. Die musikalische Bandbreite reicht von der volkstümlichen Musik bis zur Klassik. Es gibt „ernste“ Kompositionen für Akkordeon, und es es ist auch möglich, klassische Werke zu spielen, die für das Akkordeon umgeschrieben sind („Transkriptionen“). Klassische Originalliteratur für Akkordeon gibt es nicht, da das Instrument zur Zeit von Bach und Mozart ja noch nicht erfunden war.
Akkordeons werden auch gern im Ensemble gespielt, so in Akkordeonorchestern, aber auch in Folklore- und Rockbands.
Es gibt das Akkordeon in verschiedenen Bauformen. Die am weitesten verbreitete und auch an unserer Musikschule vertretene Art hat Klaviertasten für die rechte Hand und Bassknöpfe für die linke. Alernativ gibt es Instrumente, bei denen auch die rechte Hand runde Knöpfe statt der Klaviertasten hat. Eine Besonderheit stellen „Melodiebassakkordeons“ dar, bei denen die linke Hand nicht Basstöne und Akkorde bedient, sondern über eine Knopftastatur einzelne Basstöne spielt. Auch diese Art kann an der Musikschule erlernt werden, aufbauend auf dem vorher eingeführten Spiel des Standardbassakkordeons.
Akkordeons gibt es weiterhin in verschiedenen Baugrößen, mit mehr oder weniger Melodietasten, Basstasten und Registern. Die Musikschule hält als Leihinstrumente fast ausschließlich kleine Akkordeons für Anfänger bereit. Das ist für Kinder auch eine Frage des Gewichts des Instruments.
Leihinstrument: vorhanden
Anschaffungskosten: von einigen hundert bis zu mehreren tausend €, je nach Größe, Qualität, Ausstattung, Fabrikat
Unterrichtsorte: Ganderkesee, Wildeshausen
Lehrkräfte: Fred Molde
Einstiegsalter: ab 6 Jahre, nach der musikalischen Früherziehung, späterer Einstieg bis zum Erwachsenen möglich.
Unterrichtsformen: Gruppenuntericht, Einzelunterricht
Die Pfeifenorgel ist kein so häufig gespieltes Instrument. Sie findet ihren hauptsächlichen Einsatz zur Begleitung der Gottesdienste in den Kirchen. Gleichwohl ist sie ein faszinierendes Instrument mit umfangreichen Möglichkeiten, für das sehr viel Musik geschrieben wurde.
Obwohl man das Orgelspielen von Anfang an betreiben und erlernen kann, führt der übliche Weg zunächst über einige Jahre Klavierunterricht. Richtig spielbar wird die Orgel ja erst, wenn die Basspedale mit bedient werden können, und das erfordert nicht zuletzt eine gewisse Körpergröße. Geübt werden kann zu Hause auf dem Klavier nur eingeschränkt. Üblich ist es, zum Üben in die Kirche zu gehen und dort auf der Orgel zu spielen. Es gibt auch sehr gute digitale Orgeln, die man sich zum Spielen und Üben zu Hause aufstellen kann.
Ziel des Orgelschülers kann einfach das eigene Spielen sein, andererseits auch das Spiel im Gottesdienst. Dazu ist der Erwerb der Orgel D- und Orgel-C-Prüfung sinnvoll. Die entgültige Vorbereitung auf diese Prüfungen wird von den Kantoren übernommen, da auch die Prüfung von den Kirchen abgenommen wird. Das Orgelspiel kann aber zunächst bei der Musikschule erlernt werden.
Leihinstrument: (natürlich) nicht vorhanden
Anschaffungskosten: Digitalorgel für zu Hause: ab etwa 2.000.- €
Unterrichtsorte: nach Vereinbarung, in den Kirchen
Lehrkräfte: Geraldine Pfeifer
Einstiegsalter: ab etwa 10 Jahre
Unterrichtsformen: Einzelunterricht
Mit „Keyboard“ werden im Englischen alle Instrumente mit Tasten bezeichnet. Im engeren Sinne versteht man in der Rock- und Popmusik darunter Synthesizer, E-Pianos, und E-Orgeln. Volkstümlich versteht man unter „Keyboard“ elektronische Instrumente, in denen sich eine Vielzahl von Klängen mit einer automatischen Begleitung mit Schlagzeug und weiteren Instrumenten und einem eingebauten Lautsprechersystem vereinigen.
Diese Instrumente sind für den Anfangsunterricht sehr beliebt. Das musikalische Interesse richtet sich dabei naturgemäß eher auf die Popularmusik. In der Musikschule umfassst der Keyboardunterricht einerseits das Spiel mit beiden Händen nach Noten - wie auf dem Klavier, andererseits werden aber auch die keyboardspezifischen Möglichkeiten der Begelitautomatik genutzt.
Das Keyboard bietet gerader auch dann als Instrument an, wenn für ein Klavier nicht genug Platz oder auch genug Geld da ist. Keyboards sind leicht und preiswert in der Anschaffung. Beim Kauf muss unbedingt auf eine gute Tastatur mit „Anschlagsdynamik“ (Möglichkeit, durch die Anschlagsstärke die Lautstärke des Tons zu beeinflussen) und mit normal großen Tasten gachtet werden.
Leihinstrument: nicht vorhanden
Anschaffungskosten: brauchbare Instrumente ab etwa 200.- bis zu mehreren tausend €
Unterrichtsorte: Ganderkesee, Wildeshausen, in vielen Orten auch vormittags in der Grundschule!
Lehrkräfte: Ichiro Asanuma, Fred Molde, Ina Oetting, Geraldine Pfeifer, Angelika Scholl, Karen Strauß
Einstiegsalter: ab 6 Jahre, nach der musikalischen Früherziehung, späterer Einstieg bis zum Erwachsenen möglich.
Unterrichtsformen: normalerweise in Gruppen, selten Einzelunterricht
