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Kleine Sänger erhalten große Ehrung

AUSZEICHNUNG Ein Gütesiegel ziert jetzt das Schierbroker „Spatzennest“   Die musikalische Früherziehung ist vorbildlich. Ein zweite Kraft wird gerade ausgebildet.  

von Thorsten Konkel  

SCHIERBROK - Um einen „Singvogel“ reicher ist seit gestern der Schierbroker Kindergarten „Spatzennest“: Siegward Giese, Vorsitzender des Sängerkreises Delmenhorst–Oldenburg/Land, honorierte das Engagement der Tagesstätte um die musikalische Früherziehung mit einem „Felix“, dem Gütesiegel des Deutschen Chorverbands.  

Das Emailleschild mit dem stilisierten Spatzen am Eingang der Tagesstätte ziert erstmalig einen Kindergarten im Bereich des Sängerkreises. Zu den Vorgaben des Gütesiegels gehören unter anderem tägliches Singen, Integration von Liedern ausländischer Kinder, Einbeziehung von Rhythmusinstrumenten und der Nachweis regelmäßiger musikpädagogischer Fortbildung des Personals „Wir hoffen, dass sich weitere Tagesstätten für das musikalische Gütesiegel qualifizieren werden“, sagte Giese. Die Schierbroker „Spatzen“ erhielten neben der höchsten Auszeichnung des Deutschen Chorverbands auch Sachzuwendungen. Zur Förderung der musikalischer Aktivitäten spendete Jutta Detken 18 Rhythmusinstrumente. Die Raiffeisen-Volksbank Delmenhorst-Schierbrok steuerte eine Trommel und ein Glockenspiel bei. Mit dem von Sandra Siemens und Cornelia Kuschkowitz einstudierten Singspiel „Herbsttanz“ stellten die kleinen „Spatzen“ vor den Eltern und geladenen Gästen ihr Können unter Beweis.

Neben Erzieherin Siemens wird bald eine zweite Fachkraft ihr musikpädagogisches Wissen weitergeben können. Cornelia Kuschkowitz nimmt seit September berufsbegleitend an dem Modellprojekt von Kreisjugendmusikschule und der Wildeshauser VHS „Kita macht Musik – Singen und Musizieren in Kindertageseinrichtungen“ teil.  

„Spatzennest“-Leiterin Corinna Wandel wies auf die Bedeutung von Musik, Bewegung und Sprache für die Entwicklung ihrer 120 Kinder hin: „Sie saugen das Wissen auf wie ein Schwamm. Singen dient besonders der Sprachförderung, Tanzen und Musik fördern die Wahrnehmung“.

 

NWZ 9.11.2005