Tragen Sie sich für unseren Musikschul Mail Newsletter ein und Sie werden automatisch über unsere Aktivitäten, Neuigkeiten und Konzerte auf dem Laufenden gehalten.
Musikschulfest bietet für alle etwas / Besucher probieren Instrumente aus und hören zu
Ein Notenflohmarkt weckte nostalgische Gefühle und alle Kinder gestalteten ein Bild, das künftig in den Räumen der Musikschule des Landkreises Oldenburg hängen soll. Die Ganterstreicher hatten ihren ersten großen Auftritt. Von karin mahlstedt
ganderkesee. Es war ein besonderes Konzert, das die Besucher des Festes der Musikschule des Landkreises Oldenburg sich am Sonnabend im Ganderkeseer Gymnasium anhören konnten. Im Laufe des Nachmittags hallten Akkordeonklänge und Jazz-Rhythmen durch die Räume und das Jugendblasorchester spielte für die Gäste. Aber auch ein paar schiefe Töne drangen an die Ohren der Besucher.
Denn es konnte nach Herzenslust ausprobiert werden. Blockflöte, Trompete, Horn, Klavier und Klarinette, Violine, Gitarre und Schlagzeug – Groß und Klein durften testen, welches Instrument ihnen am meisten Spaß macht. Julia (8) übte auf der Querflöte. „Das ist so schwierig“, fand sie, obwohl sie dem Instrument aus Anhieb ein paar Töne entlocken konnte. Auch ihre Mutter, Tina Boeckler, hatte Anfängerglück – oder einen „guten Flötenmund“, wie Flötenlehrerin Birgit Fischer feststellte. „Julia spielt schon länger Blockflöte und will jetzt mal weitergucken“, erzählte Tina Boeckler.

Nichts für Geräuschempfindliche: Den richtigen Beat konnten die Besucher des
Musikschulfestes bei Schlagzeuglehrer Gerhard Suhlrie üben.
Fotos: christian schnöink
Anneke versuchte sich am Saxophon. Mal was anderes für die Achtjährige, die seit Dezember 2007 auch im Streicherensemble der Musikschule spielt. Zusammen mit ihrer Freundin Clara (8) und den anderen Nachwuchsmusikern hatte sie am Sonnabend ihren ersten großen Auftritt. Auch einen neuen Namen hat die Gruppe seitdem: „Ganterstreicher“. „Obwohl einige Kinder aus demLandkreis kommen, haben sie sich diesen Namen aus verschiedenen Namen ausgesucht, weil wir hier in Ganderkesee proben“, erklärte Ute Miszler, die das Ensemble leitet, in dem die Sechs- bis Neunjährigen zusammen spielen.
Christiane Rudolph, die sich als neue Lehrerin der Musikschule am Freitag, 20. Juni, um 19 Uhr mit einem Konzert im Haus Müller vorstellt, half denen, die das Cello ausprobieren wollten. Anne Wiebke (11) brauchte allerdings keine Hilfe mehr. Sie spielt seit zwei Jahren und zeigte, was sie schon kann.

Gar nicht so einfach: Beim Spielen von Trompeten und Hörnern kann einem leicht
die Puste ausgehen.
Das Musikschulfest bot aber nicht nur Musikalisches. „Nostalgie pur“ erlebten diejenigen Besucher, die in den alten Notenheften der Musikschule blätterten, die gegen eine Spende abgegeben wurden, und der Freundeskreis der Schule sorgte für das leibliche Wohl der Gäste. Uta (12), Gesa (7) und Marie (11) entdeckten ihr schauspielerisches Talent beim Improvisationstheater mit Blockflötenlehrerin Martina Bley, die sich extra auf diesem etwas anderen Feld fortbilden ließ. Als Indianer im wilden Westen und im Weltraum à la Star Trek mussten Uta, Gesa und Marie sich beweisen. Auch die Aktion von Gesangs- und Gitarrenlehrerin Barbara Niemann fand großen Anklang. Gemeinsam malten die Kinder ein großes Gemälde für die „Musikschule des Landkreises“, das künftig die Unterrichtsräume zieren soll. Aber auch kleinere Kunstwerke entstanden, die die Kinder mit nach Hause nehmen konnten.

Ein kunterbuntes Andenken an den Festtag: Gemeinsam malten Musikschüler ein
Plakat, das künftig in den Unterrichtsräumen hängen soll.
Delmenhorster Kreisblatt 16.6.2006
