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FEST Instrumentenschau zum 30-jähriges Bestehen – In „Pop School“ von Beginn an in Band spielen

Während vor dem Eingang eine Bläser-Combo die Gäste der Musikschule empfing . . .
FÜR FRANK EGER IST MUSIK EIN WICHTIGER BEREICH DER BILDUNG. MAN ÜBERLEGE, HAUS BURGBERG FÜR DIE MUSIKSCHULE ZU ERWERBEN, VERRIET DER LANDRAT.
VON MARKUS MINTEN
GANDERKESEE/LANDKREIS - Die Musikschule des Landkreises Oldenburg bastelt an ihrer Zukunft. Über gleich zwei größere Projekte berichteten Geschäftsführer Rafael Jung und Landrat Frank Eger am Sonnabend: „Wir stricken an einem Konzept mit dem Arbeitstitel ,Pop School‘“, berichtete Jung anlässlich des „Deutschen Musikschultages“ und zum 30-jährigen Bestehen der Einrichtung. „Die Kinder sollen mit acht, neun Jahren gleich vom ersten Tag an in einer Band spielen“, so Jung. Derzeit werde das pädagogische Konzept erarbeitet.
Und auch Eger wartete mit einer Neuigkeit auf: „Wir überlegen als Musikschule das Haus Burgberg zu erwerben.“ In der NWZ hatte Jung Ende Mai noch auf die „sehr hohen Umbaukosten“ einer solchen Erweiterungslösung hingewiesen. Für Eger ist die Musikschule aber ein Grundstein der Bildung insgesamt, ihre Erweiterung somit logische Konsequenz. „Es ist wichtig, dass Kinder in jungen Jahren ein Instrument lernen“, meinte der Landrat. „Davon haben sie viele Vorteile, nicht nur im Fach Musik.“
Auch die Möglichkeiten für Auftritte und andere Veranstaltungen müssten verbessert werden. Für Ganderkesee hat der Landrat schon ein Gebäude im Auge: „Warum kann die schöne Mensa abends nicht für Veranstaltungen genutzt werden“, kündigte er Gespräche mit Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas an. Eine ungenügende Akustik will er nicht gelten lassen: „Da kümmern wir uns schon drum.“
Welches Instrument für den Anfang das richtige sei, beantwortete Jung mit einem klaren: „Ab sechs Jahren gehen praktisch alle Instrumente.“ Das beste Instrument sei das, das die Kinder spielen wollten. Besonders beliebt seien derzeit Klavier, Blockflöte, Gitarre sowie Keyboard, das „mächtig aufgeholt und das Akkordeon verdrängt“ habe.
Am Sonnabend konnten Interessierte in den Räumen der Musikschule am Steinacker aber nicht nur diese Instrumente unter fachkundiger Anleitung ausprobieren. Auch Schlagzeug, Geige, Trompete oder Klarinette waren im Angebot.
Fast 1500 Schüler würden derzeit von rund 40 Musiklehrern unterrichtet. Wobei Jung gerade beim Lehrpersonal „in einigen Jahren Probleme“ sieht. „Ein großer Teil ist um die 50, und die Hochschulen bilden nicht in genügendem Umfang aus.“
Bei den Finanzen sei man indes auf dem richtigen Weg, betonte Eger. Die Ausgliederung der Musikschule als gGmbH sei der richtige Weg gewesen. Seit Jahren steige die Zahl der Schüler, nicht aber die Höhe des Zuschusses vom Landkreis.
NWZ 16.6.2008
