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SPRAY ATTACK Reichlich Szenenapplaus bei Premiere des Jugend-Musicals
GANDERKESEE/WILDESHAUSEN/SANDKRUG - Der Geruch von Treibgas lag
bereits vor Beginn der Aufführung in der Luft. Offenbar hatten einige
der jungen Akteure getestet, ob ihre Spraydosen noch voll genug waren.
So eingestimmt, konnte das Publikum in der Aula des Ganderkeseer
Gymnasiums am Sonnabendabend die Premiere des Jugend-Musicals "Spray
Attack" in einer nahezu authentischen Atmosphäre erleben, die
Graffiti wurden allerdings nicht an die Schul-, sondern an Stellwände
gesprüht.
Jugendtypische Dialoge, fetzige Live-Musik und Darsteller, denen man
das Lampenfieber nur selten anmerkte, sprachen das überwiegend junge
Publikum schnell an: Es gab immer wieder Szenenapplaus.
"Spray Attack" handelt nicht nur von jungen Leuten, die Hauswänden mit
Spraydosen zu Leibe rücken, sondern auch von einem Mädchen und einem
Jungen, die sich beim Surfen im Internet kennenlernen. Rund um die
Geschichte einer jungen Liebe kommen die Sprayer ins Spiel, die ihre
Distanz zur (spieß-)bürgerlichen Gesellschaft "cool" demonstrieren.
Die Geschichte stammt von der Bremer Autorin Nina Schindler. Komponist
ist Prof. Christoph Hempel (Hannover). Die Produktion wurde von der
Musikschule des Landkreises Oldenburg anlässlich ihres 30-jährigen
Bestehens unter der Regie von Angelika Scholl auf die Bühne gebracht.
NWZ
