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Fast nur Gitarren und Klaviere...
...waren beim Schülervorspiel am 12.3.2009 im schönen alten Wildeshauser Rathaus zu hören, allerdings drängte sich ein weiteres Instrument ins Programm: gerade als die ersten Gitarren gestimmt und spielbereit waren, begann das Glockenspiel draußen mit einer Einlage, die erst nach dem dritten Stück beendet war. Allgemeines Schmunzeln, Zeit fürs Gruppenfoto...

Dann durften Carsten Behrens, Noemi Hernandez, Luisa Netzler, Yanna Schweer und ihr Lehrer das Programm eröffnen. Jeder spielte zwei Stücke, die zweistimmig für eine Gitarre gesetzt waren. Ein großer Lernschritt frisch im Konzert präsentiert!

Yanna Schweer und Uli Meyer
Stefanie Orlik spielte am Flügel mit Tempo und Schwung, rhythmisch sicher und mit selbstbewußtem Ton Tanzsätze von L. Mozart und Graupner, danach bot Isabell Fiorito mit „Greensleeves“ und „My Heart will go on“ zwei ruhige Stücke, die sie sehr schön ausmusizierte: der Titanic-Song hatte dynamische Bögen, die wirklich Spannung erzeugten, sodass das Stück richtig Spaß machte. Zwei junge Klavierspielerinnen, die sich hören lassen können!
Sebastian Klein, Lars Pacholke und Christian Sanders aus der Gitarrenklasse von Herrn Milowski spielten eine 4sätzige spanische Suite von Maria Linnemann – drei selbständige Jungs, die mit gutem Zusammenspiel, flotten Läufen und knackigen Akkorden überzeugten.
Isabel Büdeker spielte klar strukturiert und sicher ein ruhiges Präludium von Pachulski, bevor mit Verena Lange, Kim Holthaus und Paul Niemöller wieder Gitarristen das Wort hatten: sie spielten spanische Stücke von J. Wanders.
Dimitrios Patriotis brachte mit gewohnter Sicherheit zwei Klavierstücke zu Gehör: der Anfangssatz einer Kuhlau – Sonatine hatte Tempo und Witz, und die Pop - Ballade „Without you“ hatte ihre rockigen Untertöne und rhythmisches Temperament.
Mit Pavanas, Fuga und Canarios von G. Sanz präsentierte Bastian Debbeler ein längeres Stück fortgeschrittener Gitarrenliteratur. Besonders „Canarios“ ist für einen schnellen Satz umfangreich, aber Bastian hat die nötige Konzentration, und er spielte seine schöne Gitarre klanglich voll aus.

Während Ruth Kossen mit großer Ruhe den Abend mit der langsamen Einleitung von Beethovens „Mondscheinsonate“ beendete, beschlich den Autor dieser Zeilen steigende Nervosität: würden zur vollen Stunden die Glöckchen wieder loslegen...? Üb' immer Treu und Redlichkeit!
Ulrich Meyer
