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NWZ 13.06.2009
Neue Töne aus der Burgstraße: Musikschulleiter Rafael Jung, Ernst-Walter Neuhäuser, Landrat Frank Eger und Klaus Bredl (v.l.) feierten am Freitagabend mit etwa 90 geladenen Gästen die Einweihung des neuen Hauses der Musikschule in Wildeshausen. BILD: STEFAN IDEL
VON EINEM „HISTORISCHEN ABEND“ SPRACH MUSIKSCHULLEITER RAFAEL JUNG. LANDRAT EGER DANKTE ALLEN UNTERSTÜTZERN.
VON STEFAN IDEL
WILDESHAUSEN - Das breite Grinsen habe er extra eingeübt, sagte Rafael Jung, der Leiter der Musikschule des Landkreises. Seit fast 31 Jahren sei die Schule Gast im Rathaussaal oder in anderen Räumen gewesen. „Nun können wir selber Gastgeber sein.“ Zur offiziellen Einweihung der Musikschule im früheren „Haus Burgberg“ in der Wildeshauser Innenstadt begrüßten Jung und seine Kollegen am Freitagabend mehr als 90 geladene Gäste. Es sei ein „historischer Abend“, meinte er.
Von einer „richtigen Entscheidung“, von der St.-Peter-Straße in die Burgstraße zu wechseln, sprach Landrat Frank Eger. Mit dem Kauf des Gebäudes, das lange Zeit leer gestanden hatte, sei „eine Marktlücke“ geschlossen worden. „Die Musikschule bekommt auf Dauer ein wirkliches Zuhause.“ Eger, der auch Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Musikschule ist, lobte das Engagement von Kreistag, Stadtrat und zahlreichen Sponsoren, die die Entscheidung zum Umzug leicht gemacht hätten. Auch Bürgermeister Dr. Kian Shahidi würdigte in seinem Grußwort die Rolle der Musikschule, die seit Jahren erfolgreich Talente fördere.
Ehrengast Gitta Connemann, die Präsidentin des Landesverbandes niedersächsischer Musikschulen, wies darauf hin, dass sich die Musikschulen immer wieder erfolgreich neuen Herausforderungen stellten. Eine gute räumliche Ausstattung sei notwendig, um dem Nachwuchs die richtigen Entfaltungsmöglichkeiten zu bieten. Connemann lobte das gute Arbeitsumfeld der Musikschule – mitten in der Stadt und nah am kulturellen Geschehen. Unter den Gästen waren auch der Vorsitzende des Musikschulverbands, Ernst-Walter Neuhäuser, und Verbandsgeschäftsführer Klaus Bredl.
Für den guten Ton sorgten im neuen „Wildeshauser Zentrum für Kultur“ (Jung) auch die eigentlichen Akteure: Die Musiker Christiane Rudolph (Violoncello), Ichiro Asanuma (Klavier), Barbara Niemann (Gesang), Ulrich Meyer (Gitarre), Curtis Riddle (Gitarre/Gesang) und Fred Molde (Akkordeon) präsentierten meisterhaft einen breiten Bogen aus dem musikalischen Repertoire. Und mit Henry Mancinis „Moon River“ und irischen Traditionals wie „Dirty Old Town“ wurden die Gäste in den Abend entlassen.