Tragen Sie sich für unseren Musikschul Mail Newsletter ein und Sie werden automatisch über unsere Aktivitäten, Neuigkeiten und Konzerte auf dem Laufenden gehalten.
Aus den Räumen des Domgymnasiums in Verden erklang am vergangenen Wochenende weniger Schülergeschrei, als wohlklingende Töne der verschiedensten Blockflöten. Von der kleinen, hohen Garklein-Blockflöte bis hin zum 2m großen, tiefen Subbass waren alle Instrumente der Blockflöten-Familie vertreten. Der Grund: die Musikschulen des Elbe-Weser-Dreiecks veranstalteten im Rahmen des Projektes „KAOS“ (Kammermusik und Orchesterspiel) des Landschaftsverbandes Stade ein Orchesterwochenende für leicht fortgeschrittene und fortgeschrittene Blockflötenschüler.

Sprich man nehme vier engagierte Blockflötenlehrerinnen und über 30 begeisterte Flötisten im Alter von 9-18 Jahren und schon kann es losgehen. Unter dem Namen „Blockflötenorchester Nord“ wurde emsig geprobt und gefeilt bis jeder Ton und jeder Rhythmus saß. Zwei Tage übten die Dozentinnen Martina Bley, Ulrike Petritzki, Sybille Wolf und Catrin Wiechern mit den Flötenschülern, wobei diese zusätzlich von Mitgliedern der Blockflötenklasse 6 des Domgymnasiums unterstützt wurden. Auch ein gemütliches Abendprogramm am Samstag
durfte natürlich nicht fehlen, bei dem sich die Schüler nochmals besser kennen lernten und neue Freundschaften mit „Gleichgesinnten“ schließen konnten. Der Höhepunkt der produktiven, sowie auch gemeinschaftsfördernden Aktion war ein Konzert am Sonntag, zu dem zahlreiche Zuhörer erschienen. Die bekannte Eurovisions-Melodie „ Präludium aus Te Deum“ läutete das Konzert ein, um die Zuhörer daraufhin mit „Jennemieke“ nach Holland zu versetzen, und dann die musikalische Reise in Russland, mit dem russischen Volkslied „Petruscka“, fortzusetzen. Weiterhin spielte das Orchester „ El Grillo“ von Josquin de Prèz, „Mein kleiner grüner Kaktus“ von Bert Reisfeld und „Zungenbrecher für Blockflötenköpfe“ von Agnes Dorwarth. Soloparts hatte die Blockflötenklasse mit dem brasilianischen Tanzlied „Eu voce“, die fortgeschrittenen Flötenschüler mit dem amerikanischen Volkslied „The River“ und die Dozentinnen mit „ Kadanza“ von Willem Wander van Nieuwkerk. Diese gewaltige Mischung aus alten und modernen Stücken, rasanten Tempi und ruhige Melodien, mal forte, mal piano und knifflige Rhythmen konnten die Flötisten nicht aus dem Takt bringen. So nahmen die Musiker am Ende für ihr abwechslungsreiches Programm tosenden Applaus entgegen. Die Teilnehmer des Projektes waren begeistert und selbstverständlich einer Meinung – im nächsten Jahr wird auf jeden Fall wieder teilgenommen.
