Abschlussveranstaltung der Projektwoche „Tanz!“

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Publikum

Zum großen Spektakel geriet die Abschlussveranstaltung unserer ersten Projektwoche mit dem Motto „Tanz!“ am 27.9. 2013.
Laut Martina Bley, die das Ganze mit Thomas Milowski federführend organisiert hatte, haben etwas 250 Schüler an den Projekten teilgenommen – das darf man bei den logistischen Herausforderungen, die die Koordination einer solchen Projektwoche gerade an einer ländlich strukturierten Musikschule bietet, als großen Erfolg werten.

So war denn der Saal der Musikschule, in dem die Vorstellung ausgewählter Projekte stattfand auch proppenvoll.

Publikum 2

Meine kurzen Beschreibungen enthalten natürlich keine Namen außer denen der Lehrkräfte, denn bei so einem „Konzert mit Werkstattcharakter“ gibt es kein gedrucktes Programm. Und die Bilder – aus der Distanz mit schwachem Blitz aufgenommen – vermitteln hoffentlich trotz geringer Qualität einen kleinen Eindruck vom Geschehen…

Zuerst stellte Gitarrenlehrer Andreas Knapp sein in Wildeshausen und Wardenburg durchgeführtes Projekt „Rockband“vor.

Rockband

Neben E-Gitarre, Cajon, Schlagzeug, Bass und Keyboard agierte hier ein Cellist in der ersten Reihe. Hier wird schon deutlich: die Idee so einer Projektwoche, dass Schüler mal die Gelegenheit haben, etwas anderes als im „normalen Unterricht“ zu machen ist umsetzbar: man meldet sich an und macht mit!

„Stomp“ hieß das Projekt des Kollegen Gerhard Suhlrie. Als Schlagzeuglehrer hatte er seinen Teilnehmern verordnet, Rhythmus mit allem, nur nicht mit normalen Musikinstrumenten zu machen. Auch das in zwei Gruppen eingeteilte Publikum wurde mit einbezogen. Der ganze Saal „stompte“.

Stomp

Unsere Lehrerin für Violine und musikalische Früherziehung Ute Klitte hatte „Kindertänze“ angeboten und dazu zunächst einmal eine kleine Gruppe zum Begleiten der Tänze zusammengestellt.

Kindertanz 1

Und es gelang ihr mühelos, zusätzlich zu den Projektteilnehmern noch einige sehr junge Leute aus den ersten Reihen zum Mittanzen zu animieren. Das sah einerseits enorm putzig aus, andererseits steckt dahinter eine Menge Erklärungsarbeit und Koordination mit den Musikern!

Kindertanz 2

Der Titel des Projektes von Hedwig Stahl war „Tanzbegleitung am Klavier“. Zur Aufführung kam eine zweistimmige Gavotte, gespielt von vier Blockflötistinnen, begleitet – natürlich – am Klavier.

Tanz mit Klavier

Die größte Showwirkung hatte das Projekt „Katalanischer Stocktanz“, gemeinsam vorbereitet von
M. Bley und T. Milowski. Auch hier zunächst mal ein Bild der mit vier Kontrabässen imposant besetzten Begleitband, die mit Violinen, E-Gitarre, Westerngitarre und Klavier für einen tollen Sound sorgte! Hier wirken sich natürlich die Kooperation mit den Streicherklassen am Gymnasium Wildeshausen und die Tatsache aus, dass Thomas Milowski Kontrabass unterrichtet.

Stocktanz 1

Am eigentlichen Tanz waren acht Kinder beteiligt, die zur Musik zwei Bambusstöcker munter gegeneinander schlugen, überkreuz, gerade, die eigenen Stöcke, ach, alles, was man sich an komplizierten Bewegungen so vorstellen kann! Frau Bley zählte denn auch die nächste Figur jeweils ein, während Herr Milowski an der Stand-Tom den durchlaufenden Rhythmus lieferte.

Stocktanz 2

Stocktanz 3

Zum Schluss gingen zwei Partner in die Hocke und schlugen unten die Stöcker gegeneinander, während das andere Paar oben arbeitete – doppelt überkreuz! Großer Applaus!

Die Violoncellolehrerin Christiane Rudolph hatte mit „Spiele deinen eigenen Song mit LOOP“ ein technisch anspruchsvolles Projekt an zwei Orten angeboten.

Mit einem digitalen Gerät, einem „Looper“, (loop, englisch: Schleife, Zyklus) zeichnet man ein Stück Musik auf, das der Looper dann direkt wiedergibt. Dann kann man wieder in den Aufnahmemodus gehen und eine zweite „Schicht Musik“ über die erste legen, die dann hinzugefügt und auch wiedergegeben wird. Dann kommt die dritte Schicht, bis der Aufnehmende zufrieden ist.

Die Ergebnisse wurden entsprechend nicht live präsentiert, sondern vom Gerät abgespielt, was natürlich nicht so publikumswirksam ist. Trotzdem konnte man ahnen, dass die Projektarbeit sehr interessant war: Dabei werden für die Teilnehmer verschiedene musikalische Aspekte unmittelbar erfahrbar: eigenes Können am Instrument, Rhythmusgefühl und der Sinn für formale Zusammenhänge.

Zum Abschluss der Veranstaltung kamen zwei von der Klavierlehrerin Angelika Scholl geleitete gemischte Gruppen auf die Bühne.

Indianer

Die erste Gruppe spielte unter dem Titel „Von Lotusblüten und Friedenspfeifen“ chinesische und indianische Melodien.

Danach spielte das Orchesterprojekt „All inclusive“ zunächst Renaissancetänze mit dem Suitentitel „Dansereye“, und dann eine Folge schwedischer Tänze, wobei die Teilnehmer auch die Plätze und Instrumente tauschten.

All inclusive

Offenbar ist es den Projektleitern gelungen, die Schüler für die gemeinsame Arbeit zu begeistern, und die Begeisterung im Saal war entsprechend groß!

Ulrich Meyer

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