Adventskonzert Ganderkesee 2011

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Saitenwege
Wildeshauser Saitenwege - Alle Fotos: Hergen Schelling, NWZ Ganderkesee

Traditionell am 1. Adventssonntag findet in der St. Cyprian- und Corneliuskirche Ganderkesee das Adventskonzert der Musikschule des Landkreises Oldenburg statt. Dies ist regelmäßig das Konzert mit den meisten Teilnehmern und dem größten Publikum.

Den roten Faden bildete in diesem Jahr das Ensemble Blech Frontal unter der Leitung von Patrick Giron, das von der Empore mit „Sunny Day“ eröffnete.

Danach spielte eine Gruppe von zehn jungen (alle fünfte bis siebte Klasse bis auf den Leiter U. Meyer) Gitarristen aus Wildeshausen und Dötlingen unter dem Namen Saitenwege zwei Renaissancetänze von T. Susato und zwei Weihnachtslieder im vierstimmigen Satz.

Saitenwege 2

Nach einer sehr beeindruckenden Canzone zu 4 Stimmen von G. Gabrieli von Blech Frontal spielten die Ministreicher „Kalt war der Winter“ aus Kanada und Beethovens „Freude schöner Götterfunken“ unterstützt von der Lehrerin Ute Klitte, ebenso wie ein Streichtrio, das „Des Balles Anfang“ von W.A. Mozart spielte. Diese Gruppe war schon des öfteren zu hören und spielt sicher mit sauberer Intonation.

Ganterstreicher
Die Ganterstreicher

Es ging weiter mit den Ganterstreichern, dem großen Ensemble unter Leitung von Frau Klitte. „Away in a Manger“ und „Michael row the boat ashore“ hießen die Stücke. Frau Klitte schreibt die Arrangements selber und passt sie an die Fähigkeiten ihrer Schüler an. Dadurch kommt auch eine Querflötistin zum Zuge und die Leiterin begleitet mit der Gitarre.

Der Höhepunkt mit den meisten Aktiven war eine Fassung von „Jingle Bells“, das zuerst von den Ganterstreichern, dann einer Blockflötengruppe, dem Akkordeonensemble und schließlich von allen gemeinsam mit Blech Frontal und klatschendem Publikum aufgeführt wurde.

Jingle Bells
Streicher, Akkordeonensemble und die Blockflöten spielen „Jingle Bells“

Danach kam das Akkordeonensemble unter der Leitung von Fred Molde, der wie immer für die Organisation des Adventskonzertes verantwortlich zeichnet, mit „Stereo Love“.

Besonders schön ist für mich immer wieder der Auftritt der Kinder der VGS Heide, einer Grundschule, die besonders eng mit der MSLKO kooperiert. Die Grundschulkinder singen, begleitet von einer Lehrerin am Akkordeon und dirigiert von der Schulleiterin ansteckend fröhlich und begeisternd! Es gab „Was soll das bedeuten“, „Gatatumba“ und „Rudolph das kleine Rentier“.

Chor Heide
Der Chor der Grundschule Heide

Von oben spielte Blech Frontal „Tragic Story“, wieder swingend, und dann sang der neu gegründete Pop-Chor unter der Leitung von Angelika Scholl zwei Nummern aus dem Musical „Sister Act“ und das Lied „Shalom“. Die sauber intonierende Gruppe, die sich zum Teil aus den Protagonistinnen des letztjährigen Musicals der Musikschule zusammensetzt sucht noch Mitglieder!

Das große Keyboard-Akkordeon-Ensemble spielte mit „21 guns“ einen Song der Rockgruppe Greenday, und nach einem weiteren Einwurf von Blech Frontal namens „Dalton Ska“ wurde das Konzert von Blockflöten dominiert.

Vier Altflötistinnen mit Basso Continuo, Jule Hafermann, Sophia Lindemann, Wiebke Sperling, Michelle Walter und an den Tasten Saskia Beier spielten zunächst ein Concerto von J.B. Boismortier sehr sauber artikuliert – das war feine Kammermusik. Danach gab es das „Concerto für 6 Blockflöten und Streicher“ von Helmut Sadler aus dem Jahre 1964 mit unserer Lehrkraft für Violoncello, C. Rudolph am Kontrabass. Ein Werk, dass durch interessante Klänge, mittelalterlich anmutende Parallelen und rhythmisch vertrackte Frage- und Antwortspiele zwischen den Instrumentengruppen fesselte. Das war eine saubere Ensembleleistung, die von den Lehrkräften Martina Bley und Christiane Rudolph sehr gut vorbereitet war. Toll die Sopraninoflöte im Ensembleklang!

Die „Ankunft der Königin von Saba“ von Händel, gespielt von Jutta Heumanns Klarinettenquartett, und der 1. Satz der „Arlésienne-Suite“ von Bizet, das ein größeres Holzbläserensemble ebenfalls unter der Leitung von Frau Heumann interpretierte waren die schönen Stücke am Schluss, bevor alle Beteiligten mitsamt Publikum, begleitet von Blech Frontal, „Macht hoch die Tür“ sangen.

Ein angemessen langes Konzert mit vielen Mitwirkenden und vielen Höhepunkten, das Fred Molde sehr gut vorbereitet hatte, denn den Wechsel zwischen so großen Ensembles so zügig ohne allzu lange Umbaupausen zu organisieren ist eine große logistische Leistung!

Herzlichen Dank für die Fotos an Hergen Schelling, NWZ Ganderkesee!

Ulrich Meyer

 

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