Herbstserenade Harpstedt 2014

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Tuben

Gut besucht war auch in diesem Jahr unsere traditionelle „Herbstserenade“ in der Christuskirche in Harpstedt. Liebevoll durch die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kirchengemeinde betreut, klappt die Organisation wieder perfekt, von den bereit gelegten Mikrofonen bis zum Getränkeausschank vor dem Konzert und während der Pause.

Das Programm war, wie gewohnt, bunt, hatte aber mit dem Streichorchester von Ute Klitte und mit Ingo Poths Blechbläsern auch seine Fixpunkte.

Den Anfang machte Ulrich Meyer mit einer straff organisierten „Gitarrenband“. Gemeinsam oder auch in kleineren Besetzungen spielten Ann-Kathrin Breßler, Megan Hoyer, Mathis Koch, Johannes Henkensiefken, Finn Matthiesen, Luke Berger und Nico Heymann aus den beliebten Gitarrenbüchern von Joep Wanders.
Weiter ging es mit einem Trio von James Hook, das an Violine und Viola von Alicia Ulrich, Hanna Schneider, Maren Jensen und Dhana Lange vorgestellt wurde, wobei Maren für den zweiten Satz „eingewechselt“ wurde. Hanna ging derweil auf die Reservebank.

Kim Schwarmann folgte mit einem mutig angegangenen Vivaldi-Concerto und schloss mit ihrem Cello anschließend ein ganz zart gespieltes „Ave Maria“ an, begleitet von Schulleiter Rafael Jung, der passend mit Samtpfötchen den Flügel streichelte. Dort konnte er gleich sitzen bleiben, um dann auch Johanna Breyer zu begleiten, die mit zwei Sätzen von Bach daherkam, gespielt auf der Bassklarinette – ein nicht alltägliches musikalisches Erlebnis.

Als Klaviersolist präsentierte sich dann Luca Ziemann, „dreihändig“ mit seiner Lehrerin Hedwig Stahl und „Havana Nights“, anschließend solo mit „River Flows in You“.

Noch einmal Joep Wanders vor der Pause, routiniert und schwungvoll: Michel und Jannis Seyffart an Gitarre und Cajon, und Ulrich Meyer machte die Besetzung zum Trio komplett.

Jannis und Michel

Foto copyright Peter Kratzmann.

In der Pause gab es dann die Gruppe „Wildes Blech“ von der Empore, dazu Getränke und Gespräche. Die mussten allerdings unterbrochen werden, als „Wildes Blech“ an die dramatische Stelle von „Stairway to Heaven“ kam…

Die zweite Hälfte begann mit dem Klezmer-Ensemble, das sich bei der letzten Projektwoche der Musikschule zusammen gefunden hatte. Streicher, Klarinetten und Klavier brachten jiddische Kultur in die evangelische Kirche.

Kurzfristig eingeschoben wurde ein Beitrag von Maren Jensen an der Violine und Miriam Heinzl am Flügel, die sich auf den Wettbewerb „Jugend musiziert“ vorbereiten. Ein Satz Schubert kam mit viel Sentiment und schönem Ton auf der Violine daher.

Noch einmal Klavier solo gab es dann von Lotte Marie von Seggern mit einer kompletten Sonatine von Clementi. Nachdem die Nervosität in den ersten Takten abgestreift war, schnurrte die Sonatine dann auch wie sie soll – wie ein Uhrwerk !

Den Abschluss machte dann das Streichorchester, verstärkt von Tim Alder an der Cajon, unter der Leitung von Ute Klitte, die auch gleich die Noten für ihre spezielle Besetzung selbst eingerichtet hatte. Und da gab es ein für ein Streichorchester erstaunliches Programm: Zunächst kam „Mamma mia“ von ABBA, dann ein Walzer von Tschaikowski, von allen Beteiligten mit großem Einsatz dargeboten. Den Abschluss machte dann eine Ballade von „Limp Bizkit“, „Behind Blue Eyes“. Hier kam als Gesangssolistin Susann Ideker hinzu, die sicher und mit klarer Stimme ihren Teil zum Gelingen betrug.Streicher

Die Herbstserenade in Harpstedt – auch in diesem Jahr wieder ein Erfolg. Nächstes Jahr gern wieder!

Fotos: Peter Kratzmann und privat

Rafael Jung

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