Herbstserenade Harpstedt 2015

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Bogenflitzer
Die "Bogenflitzer" unter der Leitung von Ute Klitte

Die Herbstserenade in der Christuskirche in Harpstedt fand bei strahlendem Sonnenschein am Sonntag den 4. Oktober vor gut besetzten Bänken statt. Wie gewohnt sorgten die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kirchengemeinde schon vor dem Konzert und in der Pause mit Getränken für Groß und Klein für eine familiäre Atmosphäre.

Eröffnet wurde das Programm von der Gruppe „Bogenflitzer“ unter der Leitung von Ute Klitte mit einem Medley bekannter Western-Melodien, die durch einen Perkussionisten und einen jungen Gitarristen gekonnt begleitet wurden. Zwischen den Stücken wurden die Anschlüsse durch präzise Vorzähler geschaffen.

Es folgten zwei gefühlvolle Beiträge am Klavier: Theresa Eiskamp spielte das „Love Story Theme“ (dessen Anfang hervorragend geeignet ist, sich das Intervall „kleine Sexte abwärts“ zu merken), und Luca Ziemann „27. May“ von Yiruma. Beide Stücke gelangen sehr sauber und klangvoll!

Theresa Eiskamp
Theresa Eiskamp
 Luca Ziemann
Luca Ziemann

Johannes Henkensiefken, Nico Heymann und Kevork Qahvedjian spielten danach drei Stücke von Joep Wanders für Gitarre. Da ich dabei die Kamera gegen die Gitarre eintauschen musste, gibt es davon kein Bild.

Hanneke Wessel spielte danach „River flows in you“ von Yiruma am Klavier, und auch dieses dritte populäre Klavierstück klang sehr sauber und gefühlvoll.

Hanneke Wessel
Hanneke Wessel

Der Beitrag von Ute Klittes Jugendstreichensemble hatte ein wenig „Werkstattcharakter“, aber wie immer beeindruckte, was die Leiterin aus ihrer Gruppe herausholt! „Can you feel the love tonight“ und „My heart will go on“, Musical- bzw. Filmmusik, wurden mit Schlagzeugbegleitung gespielt.
Bei zwei Sätzen aus dem Konzert „Der Sommer“ aus den „Jahreszeiten“ von Vivaldi wurden wie angekündigt einige Passagen noch ausgelassen, aber die Motivation des Ensembles und der Solistin Anna Sündermann, die Sätze spielen zu wollen, wurden vom Publikum mit großem Applaus belohnt.

Jugendstreichensemble
Jugendstreichensemble

Vor der Pause spielte Anton Bovensmann an der großen Orgel „Vater unser im Himmelreich“ von J.S. Bach sehr präzise und schwungvoll und mit durchdachter Artikulation.

Zu Beginn des zweiten Teiles gab es wieder eine Reihe solistischer Beiträge: Lena-Sophie Kolloge spielte eine Nocturne von F. Chopin mit filigranen Trillern und den typischen weiten Sprüngen in der begleitenden linken Hand sehr schön und quasi fehlerfrei.

  Lena-Sophie Kolloge
Lena-Sophie Kolloge
Michel Seyffart
Michel Seyffart

Michel Seyffart, inmitten der für die nächste große Band bereits hingestellten Stühle, spielte selbstbewußt und mit schönem Ton zwei Stücke des spanischen Komponisten B. Calatayud.

Mit solitischen Holzbläsern ging es weiter: Julia Tempel brachte, von Hedwig Stahl begleitet eine leicht angejazzte Version eines Satzes aus „Schwanensee“ von Tschaikowsky, und danach spielten Julia Tempel, Piet-Ole Wulf, Gaby Walther und ihre Lehrerin Frau Heumann als Klarinettenquartett „Ambiance Dixie“ von André Waignein.

Julia Tempel
Julia Tempel
Klarinettenensemble
Klarinettenensemble
 Anton Bovensmann
Anton Bovensmann

Anton Bovensmann, diesmal am Flügel, spielte aus dem 1. Band des „Wohltemperierten Klaviers“ von Bach Präludium und Fuge D-Dur, beide Sätze energisch und in lebhaftem Tempo, sehr spannend anzuhören. Es ist keine Selbstverständlichkeit, so komplexe Stücke von einem so jungen Pianisten zu hören!

Danach gehörte die Bühne Ingo Poth und dem Kinderblasorchester.

Kinderblasorchester

Dieses Ensemble spielte drei populäre Stücke, vom Dirigenten arrangiert – da macht auch „Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad“ riesigen Spaß!

Jugendblasorchester 1

Das Jugendblasorchester wurde von einem der Mitwirkenden dirigiert, dem gerade Weisheitszähne gezogen worden waren – wer nicht spielt, dirigiert!
Beim ersten Stück, dem „Imperial March“ von John Williams diente ein Jedi-Lichtschwert als Dirigentenstab, und der Ensembleleiter wurde von einem Vertreter der „dunklen Seite der Macht“ zur Freude des Publikums kurz attackiert.

Den Schluss machten eine Intrade von Händel und die Filmmusik aus „Fluch der Karibik“, alles rhythmisch gekonnt unterstützt von Jannis Seyffart aus Wildeshausen am Schlagzeug.

Jugendblasorchester 2

Ein schönes Konzert mit sehr gelungenen solistischen Beiträgen und Ensemblestücken, die gute Arbeit und den Spaß daran widerspiegeln – ich freue mich schon auf nächstes Jahr!

Ulrich Meyer

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