Matinee: Streichorchester der Musikschule und des Gymnasiums mit Solisten

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Publikum
Orchester und Publikum teilen sich den Saal

Zu einer Matinee des Vororchesters und des Streichorchesters, die vom Gymnasium Wildeshausen und der Musikschule des Landkreises Oldenburg in Kooperation geführt werden, war am Sonntag, den 12. Februar um 11.15h geladen – aus naheliegenden Gründen fand die Veranstaltung nicht in der Konzertmuschel, sondern im Saal der Musikschule statt.

Außer den Streichern waren diverse Solisten und Kammermusiken zu hören.

Zu Beginn spielte das Vororchester unter der Leitung von Herrn Stommel den „Mückentanz“ von Andrea Holzer-Rhomberg, und einen Deutschen Tanz – hier wohl nur eine andere Bezeichnung für „Allemande“ – von M. Prätorius.
Das „Vororchester“ ist die Gruppe, in der die Absolventen der zwei Jahre Streicherklasse spielen, bevor dann im Streichorchester die Arbeit auf noch höherem Niveau weiter geht. Deutlich wurde auf alle Fälle, dass die Kinder mit Schwung und ordentlicher Intonation musizieren.

Mehrere der Kammermusik – Beiträge kamen aus der Klasse unserer Klarinetten- und Saxophonlehrerin Jutta Heumann. Durch beharrliche gute Arbeit und dank beharrlicher guter Schülerinnen gab es Terry Gikysons „Probiers mal mit Gemütlichkeit“, einen Satz aus Mozarts kleiner Nachtmusik und den „Tanz der Zuckerfee“ von Peter Tschaikowsky zu hören. Es spielten jeweils als Quartett Kirsten Holldorf, Uta Noster, Marie Plewka, Leonie Becker, Fenja Schmidt, Mirja Schole und die Lehrerin.

Aus der Blockflötenklasse von Martina Bley spielten Sophia Lindemann, Jule Hafermann, Wiebke Sperling und Michelle Walter den „Tango für Elise“, und ein größeres Ensemble mit Streichern das Concerto für 6 Blockflöten und Streicher von Helmut Sadler, ein wirklich sehr anhörbares Stück aus dem Jahre 1964.

Flöten

Flötengruppe beim Sadler – Concerto
Streicher
Die Streicher beim Sadler – Concerto

Solistische Intermezzi von den Gitarristen: Kim Schwarmann, als Fünftklässlerin auch Mitglied der frischen Streicherklasse, spielte Stücke von Carlo Domeniconi und Jaime Zenamon, mit denen sie sich auch bei „jugend musiziert“ erfolgreich präsentiert hat, und ihr Lehrer durfte sich als Vorsitzender des Freundeskreises der Musikschule mit einem Wortbeitrag zum Thema „Gelungene Kooperation“ melden.

Kim
Kim Schwarmann, Gitarre

Höhepunkte waren zwei Solobeiträge von Cellistinnen, jeweils vom Musikschulleiter am Flügel begleitet: Jana Gaertner spielte eine flotte Tarantella von W.H. Squire, und Luise Nithak die Elegie op. 24 von Gabriel Fauré. Beide beeindruckten mit guter Intonation, Vibrato und sicherem Lagenspiel bis hin zum Daumenaufsatz.

Unter der Leitung von Herrn Stommel spielte dann das Streichorchester eine vom Dirigenten eingerichtete Fuge von J.A. Reincken, einem Komponisten mit enger Verbindung zur Stadt Wildeshausen, und danach unter der Leitung von Frau Rudolph den Tango La Cumparsita von Rodriguez. Dabei kamen Klangfarben, Temperament und Spielwitz durch, sodass als Zugabe, dirigiert von Frau Bovensmann, „Pomp and Circumstance“ von Edward Elgar erklatscht wurde.

Applaus
Schlussapplaus für Solisten und Orchester

Insgesamt eine runde Veranstaltung – für mein Gefühl hätten aber mehr Stücke von den Orchestern dabei sein können. Es macht Spaß, den Gruppen zuzuhören und zuzuschauen, und so oft bietet sich die Gelegenheit ja nicht, gut geführte Schülerorchester im Konzert zu erleben.

Ulrich Meyer

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