Musikschulkonzert im Nebel

Musikschulkonzert Hude 14.11. 2011

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Teilnehmer
Die Teilnehmer von links: Anna Tabea, Ben, Luisa, Patrick, Gesa und Aljoscha

Wenn der Musikschulleiter, Herr Jung, nach Hude zu einem Musikschulkonzert anreist, wäre es ja schön, wenn das Konzert gelungene Beiträge enthält. Wenn er dann am Ende der Veranstaltung sagt, dass er schon länger nicht mehr so viele so gut vorbereitete Schüler gehört habe, hat sich der weite Weg durch Nebelbänke wohl gelohnt…

Nun muss ich zugeben, dass ich – trotz kurzer Anfahrt, aber spät vom Unterricht kommend – von Ben Wessel, der zu den jüngeren am Flügel zählt, nur die zweite Hälfte mitbekommen habe, aber die war durchaus kompetent gespielt und hatte Hand und Fuß.

Ben
Ben Wessel

Finn

Nach Ben kam Finn Steinkopf, Violine, auf die Bühne und spielte von Herrn Asanuma begleitet einen Reigen von Natalia Baklanowa mit kräftigem Bogenstrich und energischer Gestaltung der Formteile. Ein umfangreiches Stück, sauber und klar gespielt. Bei dem folgenden Duo von Louis Spohr durfte die Lehrerin, Frau Mundt-Küster, tonlich durchaus auch etwas geben, denn Finn versteckt sich nicht!

 

 

 

 

Gesa Lueken spielte am Flügel das Regentropfen-Prélude von F. Chopin. Damit hatte das Vorspiel einen ersten Höhepunkt: Gesa wirkte sehr sicher, spielte das Stück schön und innig und quasi fehlerlos.

Gesa

 

PatrickInstrumentenwechsel: an der Gitarre spielte Patrick Brumund, der noch gar nicht so lange Unterricht hat, sehr flott und rhythmisch präzise einen Tango, ein Folkstück und einen südamerikanischen Walzer von Joep Wanders. Das war tonlich präsent und hatte Drive!

 

 

 

 

 

 

 

Mit Luisa Wieting war eine Schülerin einer unserer „neuen“ Klavierlehrerinnen, Frau Karola Schmelz, zu hören. Ihre Scarlatti – Sonate kam sicher und fein musiziert daher.

Luisa

Anna Tabea Stecher, Schülerin von Frau Scholl in Ganderkesee, gab der Filmmusik aus der „fabelhaften Welt der Amelie“ den nötigen Schwung – da hörte man das Stück, in das alle sofort verliebt sind wie in die Titelheldin. Der erste Satz von Aram Chatschaturjans Sonatine macht immer wieder Spaß: die Dissonanzen, denen man natürlich anmerkt, dass sie komponiert und keine „Verspieler“ sind, klangen in Anna Tabeas Tempo richtig witzig und schön.

Anna Tabea
Anna Tabea

Ebenfalls Schüler von Frau Scholl, aber als Huder kein Import: Aljoscha Meyer beendete das Konzert am Flügel mit der Sarabande aus „Pour le piano“ von Claude Debussy mit schönen Klangfarben und sehr gutem Timing.

Aljoscha

Ein Musikschulkonzert mit rotem Vorhang und schönen Klangfarben ohne Nebel – der aber draußen wieder wartete…

Fotos: Ichiro Asanuma

Ulrich Meyer

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