Musikschulkonzert in Ganderkesee

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Jelde Kohlschein
Jelde Kohlschein

Das letzte Konzert im Schuljahr 2015/16 fand am 15. Juli in der Mensa im Schulzentrum in Ganderkesee statt. Dort gab es erneut ein anspruchsvolles und interessantes Programm zu hören, das einen würdigen Abschluss für ein langes Schuljahr darstellte. Dass das gedruckte Programm wieder einmal über den Haufen geworfen wurde, tat der Sache keinen Abbruch.

So begann gleich Jelde Kohlschein, die eigentlich den Abschluss machen sollte, mit zwei Sätzen aus Beethovens „Appassionata“. Dabei zeigte sie, dass ihr Klavierspiel im vergangenen Jahr einiges an Ruhe und Reife gewonnen hat, förmlich „erwachsener“ geworden ist. Ein tolle Leistung! Ihre jüngere Schwester Lientje bezauberte anschließend mit einer sensibel gestalteten Invention von Bach und einem durchaus schon beherrschten Minutenwalzer von Chopin. Das sind Stücke, an denen sich schon deutlich ältere Schüler die pianistischen Zähne ausgebissen haben.

Lientje Kohlschein
Lientje Kohlschein

Dann ging es planmäßig weiter mit Ida-Lotta Heil und ihrem Lehrer Ichiro Asanuma, die vierhändig aus den Melodischen Übungsstücken von Diabelli spielten, und mit Eliza Schäfer und einem Walzer von Chopin – auswendig !

Eliza Schäfer
Eliza Schäfer

Nicht auf dem Plan standen die Blockflötenkinder aus der Klasse von Martina Bley. Da kam als erstes die Blockflöten-AG aus der Grundschule Dürerstraße, die nach nur einem Jahr Unterricht bereits mit einer dreistimmig gespielten Gavotte von Praetorius und dem Einsatz von Altblockflöten überraschte.

Blockflöten-AG
Blockflöten-AG der Grundschule Dürerstraße

Janne Hafermann brachte eine weitere Bach-Invention.

Janne Hafermann
Janne Hafermann

Anschließend wurde es ausnahmsweise „populär“ mit Lucia Etrich an der Klarinette und „Brasil“. Dann kamen wieder Blockflöten, Hanna Rohlfs und Pauline Schneider spielten zwei jiddische Songs. Und dann kam der Jazzer: Jannis Baramski spielte, teils von seiner Lehrerin Karola Schmelz Höpfner am E-Piano unterstützt, zwei Jazz-Standards und eine freie Improvisation und setzte damit einen effektvollen Kontrast in das sonst im Wesentlichen klassische Konzertprogramm.

Lucia Etrich
Lucia Etrich, Klarinette
Hanna und Pauline
Hanna Rohlfs und Pauline Schneider, Altblockflöte
Jannis Baramski
Jannis Baramski

Johanna Breyer brachte auf der Klarinette einen Sonatensatz von Levéfre, am Klavier vom unermüdlichen Musikschulleiter Rafael Jung begleitet. Da die Noten erst unmittelbar zu Konzertbeginn „geliefert“ wurden, fing der prompt die falsche Sonate an. Das ist halt „live“… Einen letzten Blockflötenbeitrag brachten dann Anneke-Sophie von der Ecken und Anna Löwe aus Wildeshausen zusammen mit ihrer Lehrerin Martina Bley, das effektvolle „Uncle Knick Knack“ von Irmhild Beutler. Den Schluss machte besinnlich, gefühlvoll und schön gestaltet das Klarinettenquartett mit Johanna Breyer, Lucia Etrich, Emma Heil und Julia Störmer mit dem „Premier Choral“ von Anrdé Waignein.

Johanna Breyer
Johanna Breyer, Klarinette
Anna und Anneke-Sophie
Frau Bley, Anna Löwe und Anneke-Sophie von der Ecken
Klarinettenquartett
Julia Störmer, Emma Heil, Johanna Breyer und Lucia Etrich, Klarinettenquartett

Am Ende waren sich alle einig – das war nicht einfach ein Schülervorspiel, sondern ein wirklich schönes Konzert in lockerer Atmosphäre. Das machen wir im nächsten Schuljahr wieder…

Bericht: Rafael Jung, Fotos: Ichiro Asanuma

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