Schülervorspiel Sandkrug im Schnee

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Jasmin
Jasmin Suschke am Flügel

Zunächst mal ist zum Schülervorspiel am 12. März 2013 zu vermelden: alle Beiträge mit Violine fielen aus, weil die Geigenlehrerin, Frau Albert, leider erkrankt war. Sie hatte eine ganze Reihe junger Schüler angemeldet, die aber mit Begleitung und Betreuung durch ihre Lehrerin rechneten, und – eine so nette Geigenlehrerin kann niemand ersetzen.
Also wurde es ein reines – aber interessantes! – Klavier / Gitarrenvorspiel.

Jasmin Suschke eröffnete das Konzert mit einem Präludium von R. Krentzlin und spielte dies frisch und munter, was immer gut für eine Veranstaltung ist: ein sehr gelungenes Auftaktstück bringt gleich Schwung in den Abend.

Danach gab es etwas Seltenes und Bemerkenswertes: Phillip Gerdes spielte „Standard Blues, eigenes Thema“, was bedeutet: er hat sich ein Thema für einen Blues ausgedacht, und dann darüber mehrere Chorusse improvisiert. Wer das mal selbst probiert hat, weiß: das ist nicht so einfach! Mit der linken Hand eine groovende Begleitung und mit der rechten Melodien und Läufe dazu zu spielen ohne den Faden zu verlieren braucht viel Übung, Routine und Imagination. Respekt!

Phillip
Phillip Gerdes bei seiner Improvisation

Maximilian

Maximilian Schulze spielte danach Jimbo’s Lullaby von Claude Debussy, und als zweites Stück Comptine D’un Autre Été: L’après Midi von Yann Tiersen, beides nachdenklich wirkende Stücke.

Pelle und Christian

Das erste Gitarren-Intermezzo war fällig: Pelle Schettlinger und Christian Damke spielten zwei zweistimmige Stücke von Joep Wanders zügig, sicher und mit ordentlichem Ton. Das sind zwei Drittklässler, die schon weit vorangekommen sind und gut zusammen arbeiten!

Katharina

„Drei Nüsse für Aschenbrödel“ von Karel Svoboda hat ihr Klavierlehrer Ralf Berlage für Katharina Möhlmann bearbeitet.

Mozarts Rondo alla turca spielte Hanna Gerdes danach sehr fein ausgearbeitet, mit differenziertem Piano, wobei dieses Stück ja eigentlich auch mal ordentlich rumpeln darf, ist es doch eine Karikatur türkischer Musik. Aber diesen Sonatensatz unvereinfacht zu spielen verlangt schon Können, und Hanna würde man zutrauen, die gesamte A-Dur-Sonate vorzutragen.

Hanna
Hanna Gerdes spielt Mozart

Johanna und Isabel

Johanna Ennen und Isabel Pouwels spielten als zweite Gitarrengruppe des Abends „Die Hügel der Toskana“ und „Die verfallene Burg“, zwei verträumt klingende Stücke von Rainer Falk. Gutes Zusammenspiel und schöner Ton zeichnete ihr Spiel aus, wobei das eine Gelegenheit ist, auf die angenehme Akustik des Raumes hinzuweisen – Fotos aus diesem Saal wirken immer etwas nüchtern, aber der Klang auch leiser Passagen wird sehr gut getragen.

Es folgten zwei Stücke Popmusik, die beide schon aufgrund ihrer Länge viel Konzentration verlangten, was beiden Spielerinnen gut gelang: zunächst spielte Anna Boch von Adele Adkins „Someone like you“,

Anna
Anna Boch

danach Anne Becker Elton Johns „Can you feel the love tonight“ in einer rhythmisch komplexen Bearbeitung mit vielen Arpeggien besonders in der linken Hand, die sie sehr gefühlvoll vortrug.

Anne
Anne Becker

Als Schlussstück war etwas von Robert Schumann angekündigt, aber Max Möhlmann spielte lieber Yirumas „River flows in you“. Fein ausmusiziert und sehr empfindsam – das ließ erahnen, dass der Schumann auch geklungen hätte.

Max
Max Möhlmann

Die Schülervorspiele der letzten Jahre in Sandkrug müssen alle Mittwochs stattgefunden haben, denn Mittwochs kann ich nie kommen. Deshalb kannte ich niemanden von den Klavierspielern, und war überrascht von den guten Leistungen.

Eine ganze Reihe von geschätzt 14 bis 17jährigen, die auf gutem Niveau, überlegt und ohne große Aussetzer ihre Stücke vortrugen, was natürlich auch das Verdienst der Klavierlehrer Karen Strauß und Ralf Berlage ist. Während von Frau Strauß‘ Schülern seit Jahren gute Beiträge zu hören sind, ist Herr Berlage noch nicht so lange bei uns: Er hat im Oktober 2010 die Schüler von Frau Varga übernommen und daraus inzwischen seine eigene Klasse geformt, Jugendliche, die sich gegenseitig und ihren Lehrer schätzen.

Ulrich Meyer

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