Vorbereitungskonzert „Jugend musiziert“

Warmlaufen für den Wettbewerb

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Erschöpft, aber glücklich: die Teilnehmer nach dem Konzert

Freitag, der 16. Januar 2015: im Saal der Musikschule in Wildeshausen steigt das Vorbereitungskonzert für den >Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“, der am kommenden Samstag von unserer Musikschule ausgerichtet wird. (Zum >Wertungsprogramm als PDF-Datei)

Fünf Teilnehmer beziehungsweise Ensembles haben sich vorbereitet und versuchen am nächsten Wochenende ihr Programm bestmöglich spielen zu können, und das ist durchaus ein Balanceakt für alle Beteiligten! Sind die Stücke nicht zu schwierig oder zu leicht? Kann man sie noch hören? Kann man das Zusammenspiel mit den Partnern noch verbessern?
Von den Teilnehmern sind neben großem Können auch Durchhaltevermögen und Wille gefordert, von den Lehrern Fingerspitzengefühl, von den Eltern Unterstüzung und Motivation…

 

Quinn
Quinn Kowars, Gitarre, vor dem Beginn des Konzertes

Quinn Kowars spielt als jüngster Teilnehmer erst seit anderthalb Jahren Gitarre bei Ulrich Meyer und nimmt in der Altersgruppe 1B teil. Fast 10 Minuten solo vorzuspielen erfordert sehr viel Konzentration, aber er spielt seine schwierigen Stücke sehr sicher und mit großer Ruhe.

Nach ihm kamen mit Tim Alder, Malte Spielberger, Ben Hagedorn und Henrik Samson vier Schlagzeuger der Altersgruppe 2 aus der Klasse Gerhard Suhlrie auf die Bühne, und haben vier sehr verschiedene Stücke für das Publikum: „Handgemacht“ kommt komplett mit Bodypercussion aus, für „Soccer peace cup“ brauchen sie alles von der großen Trommel bis zur Trillerpfeife, inklusive rhythmischer Fan-Sprechchöre.
„Brazil meets Cuba“ ist ein Stück für 4 Cajons, und bei „Bürozeit“ kommen Computertastaturen, Trinkbecher, Fliegenklatsche und Schnarchen zum Einsatz.
Das Publikum hielt sich tapfer mit Beifall bis zum abschließenden „Feierabend!“ zurück, wie vom Moderator erbeten…

Schlagzeuger
Tim Alder, Malte Spielberger, Ben Hagedorn, Henrik Samson, Schlagzeug

Nach kurzer Umbaupause ging es weiter mit der Kategorie „Duo Klavier und ein Streichinstrument, Altersgruppe IV“. Wie der Name der Kategorie schon beschreibt, handelt es sich um ein Duo mit gleichberechtigten Partnern – hier sind also keine Werke für Soloinstrument mit Klavierbegleitung zu spielen.

Clara und Elisabeth
Elisabeth Haller, Klavier und Clara Meyer-Nicolaus, Violine

Elisabeth Haller aus der Klavierklasse von Ina Behrens und Clara Meyer-Nicolaus, Violine, Schülerin von Ute Klitte hatten mit der Sonatine von Dieter Golombek ein Stück mit schönen post-romantischem Melodien, das sie sehr sauber und gut auf einander hörend ausmusizierten, und mit „Polish Dance“ von Edmund Severn ein Stück mitgebracht, das vor allem auch rhythmisch geprägt ist.

Elmira und Anton
Elmira Heidenreich, Blockflöte und Anton Bovensmann, Klavier

„Blockflöte, Altersgruppe III“ ist eine Solokategorie – wer dort antritt braucht einen Begleiter, und das ist nur zu oft ein deutlich älterer Schüler, häufig auch ein Lehrer, denn Klavierbegleitung ist eine sehr anspruchsvolle Sache.

Elmira Heidenreich aus der Klasse Martina Bley spielte insgesamt virtuos und präzise artikulierend. Die Fontana-Sonate auf der Sopranflöte mit Fantasie, zwei Telemann-Sätze mit schönem Ton auf der Altflöte, und mit rhythmischem Witz beim abschließenden modernen Stück auf der Sopraninoflöte. Tolles Blockflötenspiel!

In Anton Bovensmann aus der Klasse Hedwig Stahl hat sie einen gleichaltrigen Begleiter, der die frühbarocke Fontana – Sonata mit ihren Tempowechseln und Übergängen vom geraden in den Dreiertakt und zurück hellwach begleitete, bei den zwei Telemann – Sätzen ein schönes Fundament ausbreitete und im modernen Stück – nun auch das Pedal nutzend – einfach großartig Klavier spielte!

Zum Abschluss noch einmal die Kategorie „Duo Klavier und ein Streichinstrument“, nunmehr Altersgruppe V:

Miriam und Maren
Miriam Heinzl, Klavier und Maren Jensen, Violine

Die dreisätzige Sonatine op. 137, No. 1 von Franz Schubert ist ein Stück, bei dem sowohl Miriam Heinzl, Klavier als auch Maren Jensen, Violine (Klassen H. Stahl und U. Klitte) zeigen konnten, wie fortgeschritten sie musizieren. Die Violine mit schönem Vibrato und tonlich sehr präsent, Miriam am Klavier mit präzisen Läufen und schöner Dynamik – das war sehr fesselnd zu hören! Danach ein modernes ungarisches Stück, das wieder rhythmisch betont war und viel Spaß machte.

Das Ganze war ein langes, erschöpfendes, aber vor allem tolles und spannendes Konzert! Es gab viel Applaus vom zahlreichen Publikum. Dank an die Eltern, die das unterstützen, und vor allem großen Respekt für die gezeigten Leistungen an die Teilnehmer!

Bericht: Ulrich Meyer

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